2006

 

Das bisher intensivste (und anstrengendste) Jahr der Liederszene: Andrea Maffei meldet sich mit der Fabrizio-De-Andrè-Hommage „..a Faber“ zurück. Die CD läuft nach dem Titel eines Liedes des viel zu früh verstorbenen italienischen cantautore unter dem Namen „Il suonatore Jones“. Das Präsentationskonzert im Grieser Stadttheater ist von gewohnt hohem musikalischen Niveau. Im Juni nimmt Markus Dorfmann alias „DorDoggiSing’“ im Brixner Anreiterkeller seine erste „offizielle“ CD auf. Nur zwei Tage später findet am Messeareal das bisher erfolgreichste „School’s Out Open Air“ statt: Bloodhound Gang aus Amerika ziehen fast 4.000 Zuschauer an. Das Konzertareal kommt an seine Kapazitätsgrenzen, und die große Anzahl an Besuchern sorgt – trotz strenger Kontrollen an den Eingängen und trotz der Tatsache, dass auf dem Festivalgelände an alkoholischen Getränken nur Bier angeboten wird, auch für einige Problemfälle: Der Rettungsdienst behandelt 20 volljährige Jugendliche, einige werden ins Krankenhaus gefahren. Ein Redakteur der Tageszeitung „Alto Adige“ konzentriert sich in seiner Berichterstattung auf diese Minderheit, die jungen Rocktalente auf der Bühne ignoriert er. Andere Medien ziehen nach. Der gute Ruf des Festivals ist in Gefahr. Wiederum einige Tage später nimmt Sepp Messner Windschnur in Bruneck anlässlich seines bevorstehenden 60. Geburtstages eine DVD auf, die im November erscheinen wird. Die Wiener Organisatoren des „International Live Award“ kontaktieren die Liederszene und schlagen eine Kooperation vor: Man möchte den größten Bandwettbewerb Europas auf Südtirol und – in einem zweiten Moment – auf Italien ausweiten. Die ersten Südtiroler Vorausscheidungen finden im November im Ku.Bo in Bozen statt. Einige Tage später wird DorDoggiSing’ seine CD „Kraut & Ruabm live“ präsentieren – in Bozen, Schlanders und Bruneck.